Samstag, 4. März 2017

Samstagsgruß aus Norderney



Die Sonde M2153160 aus Norderney landete heute morgen bei Fischbek in den Harburger Bergen. Ich war mir angesichts der Landestelle mitten im Wald nicht ganz sicher, ob ich überhaupt hinfahren sollte. Da aber die Verbindung mit S-Bahn und Bus gut war, beschloss ich, vor dem Samstagsfrühstück vorbeizufahren. Der Bus brachte mich bei Sonnenaufgang zur Station Waldfrieden, einer Kehre am Rande eines Friedhofs. Von dort aus ging es zu Fuß weiter. An der Haltestelle hatte ich keinen Empfang. Sehr nahe der vorhergesagten Landestelle befand sich mitten im Wald ein Hügelzug, auf dem ich es noch mal versuchte. Das Signal war extrem stark. Sonde also im Baum?  Offenbar nicht wirklich! Der Luftdruck der Sonde war höher als der, den mein Handy gerade anzeigte! Mit dem Finden der Sonde hatte ich Glück. Ich konnte "on the fly" eine Aufnahme des Signals in den Zilog-Decoder einfüttern, und der sagte mir, dass ich nur ca. 60m von der Sonde entfernt war. Die Sonde lag tatsächlich am Boden , und der Fallschirm hing im Baum. 



Leider machte ich ein paar dumme Fehler bei der Fallschirmbergung, und am Ende hing der Schirm etwas zu hoch für meinen 8m-GFK-Mast. Der Versuch, ihn an der Schnur über die Astgabel zu ziehen, führte zum Riss der Schnur. Ich hätte mal besser den Mast mit Tape und ein paar herumliegenden Stöcken um 1-2 Meter verlängert. 

Die kleine morgendliche Wanderung war wunderbar. Es singen inzwischen Buchfinken, Heckenbraunellen, Zaunkönige, Singdrosseln. Auch hörte ich ein paar schreckende Rehe, die sich aber nicht zeigten.

Die mit Zilog ermittelete Position war nur 12m von der Anzeige meines Handy-GPS entfernt. Sondemonitor zeigte GPS-Koordinaten an, die aber mit den gleichen Rinex-Daten  85 Meter daneben lagen. Das war nicht genauer als die Bremer Prognose (90 Meter). Das zeigt wieder mal, dass die Erfahrung vieler Sondenjäger, man können gelandete SGPs nicht nach ihren GPS-Koordinaten finden, oft nicht auf einen SGP-Problem, sondern auf einem Sondemonitorproblem beruht. Sondemonitor reagiert sehr empfindlich auf eine ungünstige Antennenausrichtung und ist auch sonst einfach ungenauer als der Zilog-Decoder.

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