Mittwoch, 28. Juni 2017

Im Abstieg verfolgt

M3853050 ist heute im Hamburger Raum niedergegangen. Da ich damit rechnete, hatte ich mein Sondenjägerequipment auf Arbeit. Konnte mit RTL-SDR und Sondemonitor den Endanflug aus dem Laborfenster einer befreundeten Arbeitsgruppe verfolgen. Leider hatte ich als Standort in SM meine Wohnung eingegeben, so dass die angezeigte Höhe über dem Horizont zu niedrig war. Das habe ich dann im Kopf korrigiert und die Richtung durch Peilen ermittelt. In der passenden Himmelsgegend habe ich mit einem 10X50-Feldstecher nach dem Fallschirm Ausschau gehalten und den Schirm als dunklen Punkt auf hellem Grund mit etwas Ballonrest darunter ausgemacht. Bester Kontrast, kein Irrtum möglich. Ich konnte die Sonde mehrere Minuten lang wunderschön dahinsegeln sehen!!. Rekonstruktion mit Google Earth ergab eine Distanz von anfangs ca. 6km und kurz vor der Landung von 9-10km - man sah auch, dass sich das Ding entfernte. Vorteil war, dass die Bergen-Schirme der Mittags- und Mitternachtssonden so groß sind.

Die Landestelle erschien mir nach der Karte in SM in der Elbe zu liegen, aber Bremen-Predict sah sie AUF(!) der Mole von Fährhaus Schulau. Leider war in der Inline-Version zu erkennen, dass die letzten Punkte eher nördlich der Prediction lagen und somit eher im Fluss. Meine eigenen letzten Daten habe ich gar nicht näher ausgewertet, sondern bin gleich hingefahren. Vor Ort war es aber leider so wie befürchtet: Kein Empfang und auch keine visuellen Hinweise. Sondenschicksal Tod in den Fluten, da kann man nix machen. Dennoch bin ich gerade ziemlich erfreut, denn eine landende Sonde am Schirm hab ich noch nie gesehen.

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