Montag, 31. Juli 2017

Zu hoch am Baum...

UPDATE 31.10.2017
Nach dem 2. großen Herbssturm habe ich die Landestelle noch einmal besucht: Die Sonde hing NICHT mehr am Baum - lag aber auch nicht darunter... Schade. 

UPDATE 8.10.2017
Auch nach Herbststurm Xavier hängt die Sonde hoch am Baum. Ich konnte eine Position finden, von der aus man die Sonde direkt unter dem Baum zu sehen. Ein Bergungsversuch mit einer 15m Stange war erfolglos. Die Sonde ist zu hoch, man kann sie gerade nicht sinnvoll mit der Stange erfassen. Der Fallschirm ist weg, es hängt noch der Ballonrest am Baum.


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Am 31.7.2017 flogen die Meppener Sonden mal wieder in den Raum Hamburg. Erst landete am Morgen die Sonde N2240545 mitten in Barmbek - also mitten in der Großstadt. Dort wohnt der ebenfalls sondenbegeisterte André Wulff, nur 300m von der Landestelle entfernt. Ich war noch in der Bahn unterwegs von Herford nach Hamburg. Also kriegte André eine SMS: "Na, wie ist die Lage im Landegebiet?". André hatte die Sonde aber gar nicht auf dem Schirm. Wahrscheinlich hätte er den roten Schirm sonst im Landeanflug aus seinem Wohnungsfenster sehen können.  Er konnte die Sonde zwar empfangen, aber nicht dekodieren. Er hatte auch andere Termine. Seine kleine schnelle Exkursion und ein schneller Check vor Ort waren erfolglos.

Erst am frühen Nachmittag trudelte ich am Hamburger Hauptbahnhof ein. Eine schneller Abstecher  nach Barmbek mit der S-Bahn würde vielleicht noch die GPS-Koordinaten noch sichern helfen.  Das erste Mal, dass ich eine Rollenreisetasche auf Sondenjagd hinter mir herzog Aber vor Ort war da kein Signal mehr empfangbar. Ein Check der Gegend brachte das gleiche Ergebnis wie bei André.

Inzwischen war N2240516 aus Meppen bei Helmste, 6km von Horneburg entfernt, gelandet. So konnte ich mein Niedersachsen-Ticket gleich noch mal nutzen und mit der S-Bahn  nach Horneburg fahren. Von dort aus brachte mich der Drahtesel zur Landestelle. Diese lag laut Bremer Prognose dort, wo das Dorf, Feldmark und Wald aneinanderstoßen. Und die GPS-Sondenkoordinaten lagen natürlich im Wald.

An der Stelle war nichts zu erkennen. Also musste gepeilt werden - im absoluten Nahfeld bei der Oberwelle der doppelten Frequenz. Das Signal kam direkt von oben. Im fraglichen Baum war nichts zu erkennen. Etwas weiter weg konnte ich dann die Sonde baumeln sehen:

Leider unerreichbar mit meiner 8m-Stange. Und weil man direkt von unten nichts sieht, dürfte eine Bergung auch mit einer 15m-Stange schwierig sein.

 Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich auch den Fallschirm entdeckte. Er hing 30-40m weiter in einem recht gut erreichbaren Baum, auch ca. 10m hoch.Die Hoffnung, dass man vielleicht irgendwo die Schnur greifen könnte, erfüllte sich leider ebenfalls nicht. Sie glänzte in der Sonne und verlief über mehrere weitere Bäume. Eindrucksvoll die Meppenpappe im neuen Stil, die seit der Umstellung auf RS41 jetzt in der Form des Verpackungskartons der Sonde daherkommt; ich hatte seit der Umstellung noch keine Meppener Sonde gesehen.




Also kommt die Sonde auf eine Liste, wo ich im Herbst mal nachgucken gehen werde.





Übersicht über alle Radiosondenfunde hier


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