Montag, 23. Oktober 2017

Schleswiger Sonde in Sandesneben



N3540572 war die Mittagssonde aus Schleswig. Ich sah im Netz, dass die Sonde gerade landete, und hielt aus einem Laborfenster mal eben schnell eine Antenne heraus. Ich konnte so die Landephase mitschneiden. Die Höhe über Grund der letzten Position betrug nur 116m. Eine schnelle Habhub-Prediction wich nicht sehr stark von der Bremer Prediction ab, aber die Bremer hatten die Sonde in über 1000m Höhe verloren. Offenbar waren die Wettermodelle sehr stabil, so dass ich mit einer hohen Genauigkeit der Vorhersage rechnete. Ich versprühte die Koordinaten über unseren Whatsapp-Verteiler. Andre meinte, er würde heute nicht dazu kommen, und Jürgen war krank. Ein Blick auf die Karte zeigte, dass in Sandesneben, wo die Sonde gelandet war, eine Bushaltestelle war, die alle Stunde bedient wurde. Also bin ich ohne Umweg über meine Wohnung direkt dort hingefahen. Da alle Verkehrsmittel hinreichend Verspätung hatte, erwischte ich alle Anschlüsse und stand kurz vor 18:00 neben der Schule in Sandesneben.
 
Ich beschloss, sofort vor Ort einen Empfangsversuch zu riskieren, da die Landestelle nur 700m entfernt lag. Die Empfangsqualität war hervorragend, und die GPS-Koordinaten lagen keine 10 Meter neben der Vorhersage.
 
Mehr musste ich nicht wissen. Über einen sehr matschigen Feldweg – ich hatte keine Gumistiefel – gelangte ich zur Sonde. Der Fallschirm war auf einem kleinen Hügel links vom Weg gut aus der Ferne sichtbar. Der Fallschirm hatte gut funktioniert, aber der Ballonrest war mehr oder minder vollständig, was gut zur Landegeschwindigkeit von ca. 7m/s passte.






rechtes i: Prediction, linkes i: Sonden-GPS, Kreise: Handy GPS
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