Freitag, 22. Dezember 2017

Sondenmagnet bei Harsefeld

Es gibt Gegenden in meinem Radiosondenrevier, die Radiosonden magnetisch anziehen. Zum Beispiel die Region um Harsefeld, Brest-Aspe und Kutenholz. Inzwischen kennt man die wesentlichen Straßen und fährt fast ohne Handy-Navy zur Sonde. Die inzwischen stumme Schleswiger Mitternachtssonde vom 20.12.2017, N3550519, sollte am 22.12. besucht werden. Also rein mit Rad in den Zug nach Brest-Aspe, 4 Kilometer auf der Straße nach Wedel, und die Sonde sollte laut Bremer Vorhersage  AUF der Straße am nörlichen Ende des Wäldchens, an dem die Straße westlich vorbeiführt, liegen. Da war nichts zu sehen. Ich vermutete aufgrund der Flugbahn die Sonde etwas südlicher. Aber da war auch nichts. Also rein in den Wald. Die Sonde konnte aber nicht tief im Wald liegen. Die Bäume gründlich inspiziert. Nicht gründlich genug. Auf der anderen Seite des Bachs ging ein Weg am nördlichen Waldrand entlang. Und wie üblich sind Baumlander aus einiger Entfernung leichter auszumachen. Hier ein afokales Handybild durch den Feldstecher:




Also zurück in den Wald. Es stellte sich heraus, dass ich direkt unter dem Schirm durchgelaufen war. Und auch unter der Sonde!  Die war durch Verfolgung der Schnur leicht lokalisierbar.

Sie hing etwa 8-9 Meter hoch, also mit der 10m Stange problemlos abzupflücken.

Leider verliefen ein paar Versuche zur Bergung von Schnur und Fallschirm weniger erfolgreich. Man konnte den Fallschirm leider nur auf den Wipfel des Nachbarbaums an der Sondenschnur ablassen.




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