Sonntag, 20. Mai 2018

Im Klecker Wald

Update vom 15.8.2018
Nach einem Sturm vom 10/11.8.2018 habe ich beide Baumlander im Klecker Wald nachgecheckt. Diverse Äste waren heruntergefallen, ein paar Bäume waren umgestürzt, aber die Situation war unverändert.

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Loses Schnurende. Anklicken für größere Ansicht
Auch die Sonde an der Kleckener Waldsiedlung liegt nicht am Boden, ist aber von unten nach wie vor unsichtbar.




Update vom 18.7.2018
 Hier ein paar Fotos der Sonde und eine genauere Inspektion der Lage vor Ort mit dem Fernglas

Die Sonde hängt leider 18-20m über dem Boden im jungen Geäst einer Fichte. Deutlich außerhalb der Reichweite meiner 15m-Stange. Die Verbindung zum Rest des Gespanns ist nicht mehr vorhanden, aber das relativ kurze Schnurstück ist sehr fest in dem Gezweig verankert und steht unter Spannung. Das Ende der Schnur hängt  sehr fest, die Fortsetzung, die mal zum Fallschirm führte, flattert lose im Wind. 


Die Sonde pendelt an einem kurzen Stück Schnur, das an einem dünnen Zweig festhängt. Da der sich biegt, federt er die Bewegungen von Schnur und Sonde ab. So kommt es nur zu wenig Reibung. Die Schnur ist an der Kontaktstelle minimal zerfasert. Eine sehr kleine zerfasterte Stelle befindet sich in dem anschließenden sehr stramm gezogenen Stück Schnur. Im Gegensatz zu den anderen im Baum befindlichen Schnurstücken (die wie Wattebäusche aussehen) sieht der entscheidende Schnurabschnitt ansonsten komplett neuwertig und intakt aus. 







Update vom 14.7.2018
Sonde hängt jetzt frei an der Schnur, Situation ist ansonsten gleich. Lange wird sie nicht mehr oben hängen. Die Sonde ist von unten  viel besser zu sehen als am 6.5. 

Update vom 20.5.2018

Uli teilte mir gerade mit, dass er die Sonde besucht hat und die Situation im Baum unverändert ist.
  

Update vom 6.5.2018

Ich habe das schöne Wetter zu einer Kontrolle der Baumlander im Bereich Klecken.  Die Sondenschnur ist offenbar irgendwo gerissen. Im Baum sehen die Schnurreste wie Wattebäusche aus. Aber dadurch wurde die Sonde flitzebogenartig in den Nachbarbaun geschleudert. Die Schnur steht unter beträchtlicher Spannung, und die Sonde ist an einem jungen Zweig verhakt. 

Foto mit 500mm Tele (Bridge-Kamera)


Der Baum hat eine weiße Forstmarkierung. Wenn man sich auf den Baumstumpf daneben stellt, sieht man die Sonde. Direkt von unten ist nichts zu sehen.





Der Fallschirm hing etwas niedriger als beim letzten Besuch:




Angesichts der Tatsache, dass es offenbar keine Schnurverbindung mehr gibt zwischen Sonde und Schirm, habe ich den Schirm mit der 15m-Stange heruntergeholt.



Irgendwann kann man die Sonde sicherlich unten einsammeln.

Ein Besuch bei der Landestelle von N3340135 war ebenfalls erfolglos. Ich hoffte, dass man vielleicht irgendwas von unten sehen könnte, oder dass im besten Fall die Sonde am Boden liegen würde. Beide Hoffnungen wurden enttäuscht.


Update vom 16.12.2017
Sondenjäger Uli aus Buchholz und ich waren heute an der Landestelle. Ich hatte meine 15m-Stange dabei. Die Sonde ist jetzt knapp 20m hoch, und der Schirm auch außerhalb der Reichweite der Stange. Also kommt die Sonde auf unsere  Baumlanderliste. Wir besuchten auch
N0220338 in Itzembüttel und konnten diese Sonde erstmals im Wipfel einer Lärche erspähen.

Bericht vom 9.12.2017
Die Radiosonde N3340159 aus Norderney (9.12.2017, 12Z) fiel relativ schnell vom Himmel, schien aber dann doch noch einen funktionierenden Fallschirm zu haben und landete am Ende mit 6.5m/s östlich von Buchholz im Klecker Wald. Ich konnte sie aus meinem Schlafzimmerfenster bis in eine GPS-Höhe von 212m (das sind 102m über Grund) verfolgen, eine Prediction rechnen und hatte daher eine relativ gute Idee, wo die Sonde liegen müsste. Angesichts des Schauerwetters guckte ich erst einmal auf das Regenradar von SAT24, welches eindeutig eine Schauerpause versprach. Also fuhr ich mit dem schnellen Metronom direkt nach Buchholz und radelte dann zur Landestelle.  Von der Bendesdorfer Straße aus hatte ich guten Empfang der gelandeten Sonde. Die GPS-Höhe verriet gleich, dass die Sonde leider relativ hoch im Baum hängt. Ich fuhr noch einen Waldweg ein Stückchen herein, zog Gummistiefel an und los gings. Der Boden war von Fahrspuren von Waldmaschinen ziemlich ramponiert.; man musste Slalom zwischen herumliegenden Ästen, Zweigen und tiefgründigen Pfützen laufen. Dann machte der total zerfahrene Fahrweg eine Kehre nach rechts, und ich war exakt auf der Sondenposition. In den Wipfeln war auf den ersten Blick nichts zu sehen.

Inzwischen war es so dunkel, dass der Einsatz einer Taschenlampe Sinn machte. Und im Lichtkegel der Taschenlampe war ein weißer Fleck im Wipfel einer der Fichten evident. Der Feldstecher zeigte, dass es die Sonde war. Leider deutlich zu hoch für meine 10m-Stange, und wahrscheinlich auch zu hoch für die zuhause lagernde 15m Stange. Mir fiel gleich auf, dass jemand einen Stock an den Stamm der Fichte gelehnt hatte, wie, um den Baum zu markieren. Ein Sondenjägerkollege?

Wo war der Rest des Gespanns?  Eine Expedition in Richtung Osten und ausführliches Ableuchten der Bäume ergab zunächst keinen Hinweis. Als ich dann aber wieder zum Rucksack zurückging und noch einmal in den Wald leuchtete, sah ich etwas Weißes an einem ca. 30m entfernten Baum hängen, unverkennbar der Fallschirm.



 Den hätte man mit einer 10m-Stange vielleicht fassen können. Aber machte es Sinn, daran zu zerren? Im Zweifel würde die Sonde sich in dabei in einer Astgabel verklemmen. Jetzt hing sie zwar hoch, aber am Faden. Vielleicht sollte man abwarten, und nach den Frühjahrsstürmen noch mal wieder kommen. Da es noch mehrere Sonden in unmittelbarer Nähe gibt, die ebenfalls hoch im Baum hängen, würde ich ohnehin mal vorbeifahren. Man könnte auch mit der 15m-Stange die Schnur ÜBER dem Schirm durchschneiden - vielleicht fällt die Sonde dann von dem anderen Baum.

Bevor der Graupelschauer wieder einsetzte, trat ich also in die Pedale, und auf ging es nach Klecken. Kaum angekommen, wurde das Wetter wieder richtig ungemütlich.

Im Zug per Handy ein Blick ins Sondenjägerforum. Unter "Peilberichte" gab es da bereits einen Eintrag! Uli alias Asohen meldete sich dort quasi zurück, er war wohl vor meiner Sondenjägerzeit da ziemlich aktiv. Er wohnte in Buchholz und hatte am Nachmittag stürmisch die Kaffeetafel verlassen, um mit dem Rad mal eben schnell nach der Sonde zu schauen. Er hatte auch per Empfang vor Ort die Koordinaten in Erfahrung gebracht und war dann durch die Harvester-Spuren zur Sonde gestapft. Als er da war, hing die Sonde offenbar niedriger, er schätzte 6-8m.  Er hatte auch ein paar Fotos gemacht. Wäre ich einen Zug eher gefahren, hätte wir uns wahrscheinlich vor Ort getroffen und hätten mit der Stange was unternehmen können. Von dem Fallschirm hatte er nichts bemerkt. Da der bei Tageslicht eigentlich unübersehbar gewesen sein sollte, hing der daher wohl wesentlich höher, und umgekehrt war jetzt die Sonde nach oben gezogen worden. Also würde es wohl aussichtsreich sein, die Schnur über dem Fallschirm mit einer Stange zu schneiden. Auch stellte sich heraus, dass der Stock, der an dem Stamm lehnte, von Uli dort deponiert worden war. 

Die ganze Gegend ist ein Magnet für baumhängende Sonden: Immer noch im Baum hing nach den Herbststürmen  N0220338, (25.5.2017, 12Z, Schleswig) und wurde inzwischen geborgen. Seit dem 2.11. haben wir ganz in der Nähe bei der Kleckener Waldsiedlung auch noch N3340135, eine weitere Norderney-Sonde. Die beiden kann man aber nicht von unten sehen, aber die Positionen sind gesichert. 


Übersicht über alle Radiosondenfunde hier
Karte aller Sondenfunde hier