Freitag, 22. September 2017

Nachwirkungen vom Wochenende

Am Wochenende flogen ja allerlei Bergener Sonden in mein weiteres Suchgebiet, fast alle  mit Timerkill. Nachdem ich etliche  eingesammelt hatte, fehlte noch die Nachtsonde vom 17.9., M1743181. Die Sonde hatte ich bis in 180 Meter Höhe durch eigenen Empfang verfolgt (da gehen dann noch 40m Geoidhöhe und 20m Terrainhöhe ab). Ich habe sofort mit Habhub eine Prediction gerechnet und wusste daher recht genau, wo die Sonde liegen müsste: Mal wieder in einem Wald, direkt am Dorfrand von Scharnebeck

Ich fand heraus, dass es eine Bushaltestelle (Scharnebeck, Lüneburger Straße) nur 450m entfernt war. Am Freitag Spätnachmittag fuhr ich mit Regionalzug und Bus hin. Der Wald war in der Landegegend relativ sumpfig. Ich habe zunächst das Landegebiet ohne Erfolg erfolglos abgesucht und dann von der erwarteten Landestelle aus mit dem Fernglas die Bäume inspiziert. Und da war sie, die Schnur, die von einem 40m entfernten Baum herunterhing.

Zunächst war es etwas schwierig, den Baum aus der Nähe zu indentifizieren, weil die Sicht nach oben durch Unterholz verdeckt war.  Aber dann sah ich das kleine weiße Kästchen direkt über mir hängen.

Ich konnte die Sonde mit der Mast/Haken/Schnur-Technik herunterholen, wobei leider die Schnur riss. Schirm und Ballonrest hängen also hoch oben im Wipfel fast 30m hoch fest.


Die seit der Einführung des Timerkills in den Foren angesagte Bundeswehr-Kremlpsychologie auf Basis der Begleitzettel konnte hier nicht fortgesetzt werden, weil der Begleitzettel fehlte.

Die Sonde war 42m von der Prediction entfernt.

Kreis: Sondenpositon, Pfeilspitze am i: Prediction


Meine Lehre aus dem Wochende: Mit eigenem Empfang in der Landephase aus dem näheren Umkreis kann man die Landeposition so genau lokalisieren, dass man die Sonde auch ohne Empfang vor Ort findet. Dann ist der Timerkill auch egal. Mit der Bremer Prediction geht es auch, aber dann kann das Suchgebiet auch etwas größer sein. Sendet die Sonde noch, muss man wissen, DASS ein Timerkill aktiv ist. Aus  100m kann man die Sonde dann empfangen und sehr gut durch Peilen lokalisieren.

Übersicht über alle Radiosondenfunde hier

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