Samstag, 28. Februar 2026

Bevor der Bauer im Märzen...

Sondentyp: DFM17 und RS41-SGP (Tandem)
SN:
 
W1130420&23(136)032329
Frequenzen: 
405.1 MHz (RS41) und 403.05MHz (DFM17)
Timerkill: keiner
Startstation:
Meppen (WMOID:10304)
Produktionsdatum: 2024-03-13 (RS41) und 
2023-05-16 (DFM)
Flugdatum: 12.2.2026 9:00Z
Track wettersonde.net und Tower
Maximale Höhe: 32286m
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit: 4.51m/s 
Landegeschwindigkeit: 2.7m/s
Landestelle: 
Hohenbunstorf LAT, LON: 53.05093,10.48228 Google Maps
Status: Geborgen am 27.2.2026, 15:00UT

Methode: Extrapolation aus Tower-Daten

Seit einiger Zeit startet Meppen wieder einmal Tandems aus DFM17 und RS41. Ich hatte zunächst kein Glück eines davon zu erbeuten. Schnee und Eis erschweren jede Radtour.  W1130423&D23031875 landen bei Bienenbüttel. Die DFM versagt während des Flugs, aber die RS41 sendet nach der Landung aus einem Baum und kann mittels Zernien-Tower lokalisiert werden. Ich bin mit der Bahn hingefahren und dann zu Fuß in den tief verschneiten Wald aufgebrochen. Leider liegt die RS41 auf einem Zweig auf, die DFM17 ist im Geäst verhakt - in 20m Höhe. Da ist kein Herankommen.

Zwei weitere Sondenpaare sind in erreichbarer Nähe im Raum Ebstorf/Bad Bevensen gelandet. Nach dem extremen Frühjahrseinbruch und dem massiven Tauwetter nutze ich einen Freitagnachmittag für eine Radtour bei schönstem Wetter. Sie startet am Bahnhof Ebstorf. Nach 7km ist die erste Landestelle erreicht. Sie liegt auf einem Feld unweit der Straße. Da im Märzen der Bauer sehr aktiv werden dürfte, ist die Sache dringlich. Sehr zu meiner Freude liegt die Landestelle auf einem noch nicht bearbeiteten Stoppelfeld, und die Sonden sind noch da!










 
 

 

 

 

 

Ganz unweit der Landestelle liegt das Dorf Hohenbunstorf. Hier habe ich mit dem Tower am 24.1. die Landung einer Bergener Sonde bis fast zum Einschlag mitgeschnitten. Das Haus liegt direkt am Weg, ich kann aber nichts entdecken. So lange nach dem Flug ist das kein Wunder. Die Bewohner sind nicht da, aber ein Infoblatt wird in den Briefschlitz geworfen.

 

Weiter geht es nach Bad Bevensen. Ich durchquere den Kurort. Auf der anderen Seite liegt im Wald  die Landestelle eines weiteren Meppen-Tandems D23030913 & W1130296. Dieses sendete im Baum am 13.2.2026. Seit neuestem streamt der Tower auch direkt nach wettersonde.net. Rechnerisch sollen die Sonden 8m über dem Boden hängen. Aber wie so oft narrten auch hier die Baumwipfel das Satelliten-Radar, so dass die Geländehöhe in der Karte zu hoch lag. Da es rapide dämmert, kann ich weder Sonde noch Schirme im dichten Nadelwald entdecken. Wahrscheinlich hängen sie irgendwo hoch im Wipfel.

Ich radle zurück nach Bad Bevensen und erreiche problemlos den Zug nach Hause.

 

Übersicht über alle Sondenfunde hier
Karte aller Sondenfunde hier

 

Donnerstag, 12. Februar 2026

Angeln in den Dornen von Schenefeld

 

Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
X0534012
Produktionsdatum:2025-1-29
Frequenz: 404.1 MHz
Timerkill:
keiner

Startstation:
Norderney (WMOID:
10113)
Flugdatum:11.2.2026
 12:00UT
Track
wettersonde.net

Maximale Höhe:
 28481m
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit
: 5.28 m/s

Landegeschwindigkeit:
4.3m/s

Fundstelle: Schenefeld 
LAT, LON:
 
53.61147,9.83252  Google Maps
Status: Geborgen am 11.2.2026
, 16:23 UT

Methode:
 GPS Position nach der Landung decodiert mit TTGO (RDZsonde). Komplexe Stangenbergung vom Straßenrand aus

Diese Sonde erwarten wir "irgendwo zwischen Fuhlsbüttel und Trittau". Der Ballon platzt dann aber unterhalb der 30000m-Marke. Ich kann die Landung durch ein Bürofenster in Flottbek mit dem TTGO mitschneiden. Sondehub hat die Sonde noch niedriger, bis in 167m GPS-Höhe. Eine Extrapolation ist schnell gerechnet. Danach liegt die Sonde direkt neben der Straße "Kameruner Weg". Open Streetmap zeigt das Gelände wie eine Apfelplantage/Baumschule an, aber die Satellitendarstellung lässt einen gewöhnlichen Acker erkennen. Das sollte also leicht werden.

Etwas später am Tag breche ich von Altona aus ins Landegebiet aus. Die Anreise ist einfach. Der Schnee und das Glatteis sind weggeschmolzen, so dass eine Anfahrt mit dem Faltrad erfolgt. Vom S-Bahnhof Krupunder sind es nur 3.5km. Der TTGO kann die Sonde direkt am Straßenrand auf freier Fläche lokalisieren, nur 20 Meter von der Straße entfernt. Die Augenscheinnahme ist ernüchternd: Alles sieht sofort sehr viel komplizierter aus als erwartet.

Die Gelände auf beiden Seiten der Straße sind mit hohen Maschendrahtzäunen versperrt. Die Gatter sind extra mit Zäunen gesichert. Da will jemand eindeutig das Betreten durch Passanten verhindern. Der matschige Fußweg verläuft parallel zur Straße direkt am Zaun entlang. Drüben liegt unübersehbar der Fallschirm und ein großer Ballonrest. 

 


Die Schnur verläuft über einen Baumwipfel in luftiger Höhe über die Straße. Drüben befindet sich ein aus dichtem Dornengestrüpp bestehender Knick und dahinter...ein weiterer Zaun! Durch das Gestrüpp kann ich die Sonde unweit des Zauns auf dem Acker am Boden liegen sehen, auch nur ein paar Meter auf dem abgesperrten Gelände. 

 Es ist kein Problem, auf dem Fußweg stehend, die Schnur einzuhaken und den Schirm über den Zaun zu ziehen. Aber wie komme ich an die Sonde heran?

 

 

Es gelingt, die Sonde durch Schnurzug an den Zaun heranziehen und sogar auch den Zaun hoch befördern. Die Aktion ist kompliziert, weil selbst der Fußweg von der Straße durch Dornengesträuch getrennt ist und man den Fortschritt jedes Mal drüben kontrollieren muss. Ein Knoten im Zaun verhindert, dass die Sonde drüben wieder auf den Acker fällt. Man könnte die Sonde ohne weiteres durch die großen Maschen greifen, aber es ist schwierig, überhaupt durch das Dornengestrüpp an den Zaun zu gelangen. Wo kein Rotdorn wächst, wird das Volumen durch Brombeeren aufgefüllt.


 

Vielleicht ist es besser, die Sonde mit der Stange an der Schnur über das Gestrüpp zu heben und dann von der Straße aus abzupflücken? Das erweist sich als schlechte Idee, zumal wenig Platz zwischen Gestrüpp und Fahrbahn ist und der schmale Kameruner Weg offenbar Ortskundigen als viel befahrener Schleichweg im Berufsverkehr dient. Leider verhakt sich bei den Manövern die Sonde im Geäst. 

Also muss ich mich doch durch die stacheligen Sträucher auf die Krone des Knickwalls quetschen. Mit der Stange kann ich im 5. Versuch die Sonde aus dem Busch zerren.

 

 

Jetzt muss ich mich zwischen den Dornen um 180 Grad drehen, wieder durch das Gebüsch kämpfen und beim Sprung auf die Straße auf den Verkehr achten. Aber ich habe die Sonde. 





 

Bei beginnendem Nieselregen kann ich im Dunkeln schnell den Bahnhof Krupunder erreichen und die Heimfahrt antreten. 

Übersicht über alle Sondenfunde hier
Karte aller Sondenfunde hier

 

Donnerstag, 5. Februar 2026

Eisige Suche nach einem Fallschirm

 

Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
V2950964
Produktionsdatum: 2023-07-21
Frequenz: 402.7 MHz
Timerkill:
keiner

Startstation:
Sasel
(WMOID:10141)
Flugdatum: 4.2.2026 (12:00Z)
Track
Wettersonde.net
 
Maximale Höhe:
24962
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit
: 5.11m/s

Landegeschwindigkeit:
 15.3m/s

Landestelle: Hammoor
LAT, LON: 
53.71039,10.29183 Google Maps
Status:
 
Geborgen am 4.2.2026, 13:26UT
Methode: Decodierung nach der Landung mit TTGO (RDZsonde), Position auch in wettersonde.net sichtbar (Bernd)

Nach dem Start in Sasel platzt der Ballon in knapp 25km Höhe über dem Beimoorwald. Die Sonde fällt dann wie ein Stein von Himmel. Eine Einschlaggeschwindigkeit von 15m/s ist für eine RS41 schon extrem hoch. Die Position ist auch nach der Landung in wettersonde.net von Bernds Station bei Oldesloe sichtbar. Da ich in Schmalenbeck bin, fahre ich mit dem Auto hin. Die Straßen sind verschneit und außerhalb der Hauptstraßen auch glatt. Es weht ein eisiger Ostwind. Vom Parkplatz aus sind es 500m bis zur Landestelle. Diese liegt an einem Waldrand. Die Sonde ist rasch gefunden; die vom Baum herunter hängende Schnur weist den Weg. 



 

Die Sonde hat sich in Brombeerzweigen verhakt und liegt am Boden.  Leider kann ich den Schirm nirgends entdecken, habe aber kein Fernglas dabei. Das erschwert die Verfolgung der Schnur. In den Wipfeln der 30m hohen Buchen kann ich mit freien Auge nichts erkennen. Vielleicht liegen die Reste im verschneiten dichten Brombeergestrüpp. Ich muss wohl nach Abtauen des Schnees und bei Sonnenschein einmal wiederkommen. 

Übersicht über alle Sondenfunde hier
Karte aller Sondenfunde hier