Donnerstag, 4. November 2021

Helium

 

Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
S3210697
Frequenz:
405.7 MHz
Timerkill: 5 Stunden
Startstation:
Bergen (WMOID:10238)
Flugdatum: 04.11.2021 00:00Z
Track wettersonde.net
Maximale Höhe: 24767m
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit: 4.77 m/s 
Landegeschwindigkeit: 6.0 m/s
Landestelle: Tremsbüttel
, LAT, LON:
53.75319,10.31079 Google Maps
Status: geborgen 04.11.2021, 
2:33 UT
Methode: Decodierung GPS durch TTGO (RDZsonde)


Diese Bergener Sonde hatte ein Abstiegsverhalten, das sofort an einen Floater denken ließ. Sie begann ihren Abstieg in weniger als 25km Höhe. Zunächst verlor sie an Auftrieb, dann sank sie eine Weile mit 0,5m/s ab - in dieser Höhe! Offenbar verlor der Ballon dann doch an Auftrieb. Die Prediction-Position sprang bis in wenige Kilometer Höhe hin und her und stabilisierte sich dann auf die Sattenfelder Straße im nahen Tremsbüttel. Hier kamen Felder, Bahngelände oder die Straße in Frage. In Erwartung eines intakten Ballons (sowas habe ich noch nie selbst gesehen) bin ich schon mal mit dem Auto losgefahren, als die Sonde noch unterwegs war. Am Anfang der Sattenfelder Straße hatte der TTGO prima Emfang, Die Position lag auf freiem Feld, zu meiner großen Freude auf meiner Seite der Bahnlinie und zudem direkt an der Straße. Die Sonde war in der Dunkelheit und bei strömendem Regen schnell gefunden:



Die Schnur ging über eine Knickeiche auf die Nachbarwiese. Dort fand sich wie erhofft ein noch teilweise gasgefüllter Ballon






Leider habe ich ihn nicht intakt ins Auto bekommen, ein Brombeerstrauch hatte was dagegen. Dennoch konnte ich noch, bevor das Helium ganz verflog, einen Zug inhalieren, mit erhofftem Effekt.

Untersuchung der Ballonhülle:  Außer dem kleinen Loch durch den Brombeerstrauch hat die Hülle keine Beschädigungen. Der Knoten am Ballonhals sieht auf den ersten Blick sehr fest  aus.


Vielleicht hätte man mehr Schlaufen um den Hals machen können. Ich habe dann man den Anfang der Ballonhülle zugepresst und versucht, diesen Ballonabschnitt durch den Ballonhals aufzublasen. Das erforderte etwas Trompeterqualitäten, funktionierte aber einwandfrei. Also ist offenbar der Knoten nicht fest genug. Daher konnte offenbar Helium durch den Ballonhals entweichen, was den Rückgang des Auftriebs erklären könnte.

Übersicht über alle Sondenfunde hier
Karte aller Sondenfunde hier