Montag, 13. Juli 2026

Was ich nicht weiß...

 ...lehrt mich der Mais (alte Pflanzenphysiologen-Weisheit)

 

Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
 
X3453140
Frequenz: 402.5 MHz
Timerkill:
keiner
Startstation:
Schleswig (WMOID:
10035)
Flugdatum: 10
.7.2026 00:00Z
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit: 4.94 m/s
Maximale Höhe:
 34360m
Landegeschwindigkeit: 1.0m/s
Track  wettersonde und sondehub
Landestelle: Brande-Hörnerkirchen ,
LAT, LON  
53.84747,9.711652 Google Maps
Status:
  Geborgen am 12.7.2026, 17:27UT
Methode: Extrapolation aus sondehub-Daten
 

Die Nachtsonde aus Schleswig landet am 10.7. in der Feldmark bei Brande-Hörnerkirchen. Die niedrigste Position hat Sondehub. Die Prediction ist aus verschiedenen Gründen ungenau: Die Sonde schwingt entlang ihrer Flugrichtung hin und her, so dass man sich eine Flugrichtung auf der Karte ausmessen muss. Die Abstiegsgeschwindigkeit ist gering und schwankend, und der Wind bläst heftig. Die wahrscheinlichste Position liegt auf einer Koppel, die nach den in Google Maps sichtbaren Treckerspuren stark nach einem permanenten Maisfeld aussieht. Ein Knick verläuft quer zur Flugrichtung, allerdings dürfte der Schirm nicht bis dorthin reichen. Am Sonntag Abend fahre ich zum Bahnhof Dauenhof. Von dort sind es 2.5km mit dem Faltrad, so dass man mit dem Fernglas von der nahen Straße aus die Sache inspizieren kann. Vielleicht sieht man ja etwas, und im wahrscheinlichen Misserfolgsfall kann man die nächste Regionalbahn zur Rückreise nutzen.

Vor Ort führt eine Schneise durch den Mais; hier ist mit dem Fernglas keine quer verlaufende Schnur zu erkennen. Auch meine erste Inspektion des besagten Knicks ist erfolglos. Auf der anderen Seite des Knicks wächst Roggen. Da ist ein Durchgang bei einer Gasleitungs-Markierung, durch den man den Knick  einsehen kann. Und ja, da ist die Schnur, sie hängt von dem Knick herunter! Glück muss man eben auch mal haben. Die Sonde ist erfreulich weit geflogen, so dass der Fallschirm  auf dem Roggenfeld liegt. Ich bewege mich entlang des Knicks, und die Schnur weist den Weg zum Fallschirm und zum Ballonrest. 

 



 Soweit, so einfach. Ein bequemer Durchgang erlaubt einen Zugang zum Maisfeld. Dort gelingt schnell die Bergung der Sonde. 





Ich habe sogar noch genug Zeit, stressfrei den nächsten Zug nach Hause zu erreichen. An der Schranke muss ich allerdings 6 Minuten warten, bis ein Gespann von 4 Lokomotiven und ein Regionalzug durchbrausen, und trotzdem geht es locker aus. 

Übersicht über alle Sondenfunde hier
Karte aller Sondenfunde hier

 

 

 

 

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