Donnerstag, 5. März 2026

Hakenbruch am Sülzbrack

Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
V3010161
Produktionsdatum: 2023-07-24
Frequenz: 402.7 MHz
Timerkill:
keiner

Startstation:
Sasel
(WMOID:10141)
Flugdatum: 4.3.2026 (12:00Z)
Track
Wettersonde.net
Maximale Höhe:
25018m
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit
: 4.96m/s

Landegeschwindigkeit:
 12.6m/s

Landestelle: Zollenspieker (Sülzbrack)  
LAT, LON: 
53.40363,10.17591 Google Maps
Status:
 
Geborgen am 4.3.2026, 14:30UT
Methode: Decodierung nach der Landung mit TTGO (RDZsonde)

Diese Sonde fällt  aus 25km Höhe wie ein Stein vom Himmel. Bei Sonnenuntergang erreiche ich die Busstation Sülzbrack am Zollenspieker, dem südlichsten Punkt der Vier-und Marschlande und eile die gleichnamige Straße nordwärts zur Landestelle. Der TTGO empfängt das Sondensignal schon aus großer Entfernung, danach soll sich de Sonde 15m über dem Boden in einem Baum befinden. Der Fallschirm sollte direkt an der Straße liegen - ich kann aber nichts erkennen. Von einer Wiese kann ich die Sonde tatsächlich immer Schummerlicht am Baum hängen sehen - zu meiner großen Erleichterung in nur 6m Höhe. 



 Ich kann sie mit der Teleskopstange problemlos bergen. 

 



 

Von dem Fallschirm fehlt aber jede Spur. Ich entschließe mich an der Schnur zu ziehen. Es gibt fast keinen Widerstand. Irgendwann höre ich ein leises Klötern und sehe hoch in den Bäumen die Spule des Abrollers - jede Art von Ballonrest oder Schirm fehlen. Da ist klar, was passiert ist: Nach Hakenbruch am Abroller hat sich die Sonde vom Ballon getrennt. Das erklärt die hohe Einschlaggeschwindigkeit. 

Derartige Fälle hatten wir vor ein paar Jahren bei Ballons aus Norderney.  Ich bin auch sicher, dass V2950964, eine Saseler Sonde vom 4.2.2026, ein ähnlicher Kandidat war. Hier war die Einschlaggeschwindigkeit noch höher, und auch hier konnte ich keinen Fallschirm finden. Ich schob das damals auf den Schnee, aber der Grund dürfte auch hier Hakenbruch gewesen sein.

Ich kann die Spule an der Schnur ohne viel Gewalt durch mehrere Bäume ziehen. Aber leider verhakt sie sich hoch im letzten Baum, und die Schnur reißt. So berge ich zwar am Ende die Sonde und praktisch die gesamte Schnur, kann aber leider den Schaden am Abroller nicht begutachten. 

Nach erfolgter Bergung wandere ich zurück zur Busstation, wo ich alsbald die Heimreise antreten kann. 

 

Übersicht über alle Sondenfunde hier
Karte aller Sondenfunde hier

 

 

 

 

 

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