Am 6.11. erhob sich vom bekannten Startplatz in Lüneburg eine einzelne Manöver-DFM17. Sie landete am Südrand von Wenzendorf. Am Morgen des Folgetages mache ich mich auf den Weg
Sondentyp: DFM17
SN:D23(243)053773
Produktionsdatum: 2023-8-31
Frequenz: 403.11 MHz
Timerkill: keiner
Startstation: Lüneburg (WMOID:-)
Flugdatum:6.11.2026 (8:05-10:26UT)
Track wettersonde+sondehub
Maximale Höhe: 19204m
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit: 4.59m/s
Landegeschwindigkeit: 2.5m/s
Landestelle: Sülbek, LAT, LON: 53.34542,9.774906 Google Maps
Status: Geborgen am 7.11.2027, 10:49UT.
Methode: Extrapolation aus Sondehub-Daten
Die Anreise erfolgt mit den inzwischen leider üblichen Hindernissen: Die Strecke von Hamburg über die Elbbrücken ist für Regionalzüge und die meisten Fernzüge gesperrt. Die S-Bahnen sind daher komplett mit verstörten bzw. verwirrten überwiegend ortsfremden Fahrgästen überfüllt. Vom Umsteigen am Hauptbahnhof wird mit Lautsprecherdurchsagen abgeraten (ist ja auch nur der am zweitmeisten frequentierte Bahnhof in Europa). Kurz gesagt: Meine Reise startet in Harburg. Es geht vom Bahnhof Sprötze mit dem Rad bei eisigem nebligem Hochdruckwetter nach Norden. Die Strecke nach Wenzendorf ist mir einigermaßen geläufig: Nur 700m vom heutigen Ziel habe ich meine erste DFM17 überhaupt geborgen. Das war damals noch etwas ganz Besonderes - sie kam damals in einem Gespann aus Meppen angeflogen. Heute ist die DFM17 der Regelfall bei den Manöversonden, und DFM09 sind jetzt bei Neueinsteigern heiß begehrt.
Ein mit Feldsalat bewachsener Acker ist laut Prognose das Ziel. Es ist sofort erkennbar, dass die Prediction ziemlich gut stimmt. Denn da liegt unübersehbar ein roter Fallschirm.
Der Rest ist einfach...
Das kalte Wetter ist nichts für meine noch immer nicht ganz überwundene Erkältung, und so fahre ich lieber nach Sprötze zurück und verzichte auf eine ursprünglich angedachte Kaltsondenkontrolle in einem 10km entfernten Wald. In Sprötze verpasse ich knapp den Zug nach Harburg. So muss ich ein Stündchen warten. Ich bin nicht der einzige Nerd am Bahnsteig. Ein Eisenbahnfan fotografiert eifrig die durchfahrenden ICEs und Güterzüge und macht mit heftigen Winkbewegungen die Lokführer auf sich aufmerksam (ist das guter Brauch bei diesem Hobby?). Ich fiebere via Whatsapp derweil mit Axel und Anita, die gar nicht mal weit entfernt im Raum Wintermoor die einschwebende Bergen-Sonde verfolgen. Unberechenbare Fallschirmwirkung und am Ende ein steiler Absturz verhinden das Erlebnis einer Live-Landung - sie sind 2 Minuten nach dem Einschlag vor Ort. Auch sie brauchen keine Baumbergungsausrüstung, denn die Sonde liegt mitten auf einem Acker.




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