Dienstag, 10. Dezember 2019

Verlorene Sonde am Bahnhof Ashausen

Sondentyp: RS41-SGP
SN:   R1230576
Frequenz: 404.1 MHz
Timerkill: keiner
Startstation: Norderney (WMOID:10113)
Flugdatum: 09.12.2019, 00:00Z
Track wetterson.de
Landestelle: Ashausen LAT, LON: 53.368559,10.149148 (Schirm), Google Maps
Status: VERLOREN, zwei Nachsuchen am Morgen des Landetages
Methode: Tawhiri-Prediction nach wetterson.de - Daten

Am Morgen des 9.12. landete die Sonde in Ashausen. Da die vorhergesagte Landeposition aus 255m GPS-Höhe sich direkt AUF der Brücke direkt am Bahnhof befand, reifte um 5:00 der Entschluss, mal eben vor der Arbeit nachzusehen. Ob die Sonde auf der Straße, auf dem Eisenbahngelände oder in dessen Umgebung liegt, war ein 50:50 Joker. Inzwischen war das 0Z-GFS-Modell herausgekommen, was die Position ein paar Meter von der Brücke auf den Fahrradparkplatz direkt vor dem Bahnhof verschob. Ein Empfangsversuch direkt vor Ort war erfolglos, was meinen Optimismus deutlich dämpfte.

Die Suche im Dunkeln ergab ebenfalls nichts. Ich wollte mit dem nächsten Zug zurückfahren. Am Bahnsteig zeigte die Digitalanzeige: Der würde sich um 40 Minuten verspäten. Also nutzte ich die Zeit für eine weitere Suche. In einem Gebüsch östlich von dem Fahrdamm, der zur Brücke führte, entdeckte ich den Fallschirm und den recht großen Ballonrest.

Ganz offenbar war die Schnur durchtrennt und baumelte lose im Wind. Ich vermute, dass die Sonde sehr genau auf der Straße niedergegangen war und von einem Auto mitgeschleift wurde. Dass ein anonymer früher Vogel die Sonde abgeschnitten hat, ist denkbar, aber unwahrscheinlich. Ich habe etwas aufwärts und abwärts die Straßenränder abgesucht - erfolglos.

Am Nachmittag konnte ich kurz vor Sonnenuntergang die Sache noch mal bei Tageslicht inspizieren und den Fallschirm bergen.

Inzwischen hatte ich die Sache auf einer Karte noch mal genauer angeguckt. Die Sonde dürfte wirklich auf der Fahrbahn gelegen haben, wenn man eine effektive Schnurlänge von 40m annimmt (sie ging etwas durch die Bäume am Straßenrand), gibt es kaum eine andere Möglichkeit.



Die Schnur war offenbar beim Reißen in die Bäume zurückgeschnellt. Auf der westlichen Straßenseite und in den Bäumen lagen keine Reste der Schnur oder der Sonde. Ich habe den Straßengraben bis zur Ortschaft Gehrden und auf der anderen Seite bis ins Dorf Ashausen inspiziert, weil ich mit solchen Verkehrsopfersonden schon gute Erfahrungen gemacht hatte. Diesmal hatte ich aber kein Glück, so dass man die Sache wohl leider abhaken muss.

Übersicht über alle Sondenfunde hier
Karte aller Sondenfunde hier


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