Freitag, 6. Oktober 2023

Präzise Ziellandung neben der verlorenen Sonde

Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
V0950033
Produktionsdatum: 2023-03-03
Frequenz: 404.1 MHz
Timerkill:
keiner
Startstation:
Norderney (WMOID:10113)
Flugdatum:
4.10.2023 12:00Z
Track
wettersonde.net radiosondy.info Mix
Maximale Höhe:
33815 m
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit
: 4.85m/s
Landegeschwindigkeit:
6.7m/s
Landestelle: Brietlingen
LAT, LON:
53.30962,10.487582, Google Maps
Status:
  Geborgen am 5.10.2023, 6:18UT
Methode: Extrapolation aus radiosondy.info-Daten


Die Landestelle dieser Sonde ist mir schon seit mehr als 3 Jahren gut bekannt. Wie kann das sein? Exakt am selben Ort, einem zwischen dem Wald Bennerstedt, dem Neetzekanal und dem Elbe-Seiten-Kanal eingequetschten Acker, landete nämlich am 30.3.2020 die Mittagssonde aus Schleswig. Das war mitten in der Corona-Pandemie. Die Bewegungsfreiheit war eingeschränkt, so dass ich erst 2 Monate später auf dem Roggenfeld nachgucken konnte. Im hohen Getreide war nichts zu entdecken. Eine weitere Nachsuche nach der Ernte ergab auch keine Hinweise, keine Sondentrümmer oder Fallschirmreste. Die Sonde kam auf meine Hopeless-Liste und gut. 

Dann landet am 4.10.2023 die Sonde aus Norderney EXAKT an der selben Stelle. Ich sehe das auf Radiosondy und frage mich, ob das sein kann.

An dem Tag habe ich keine Zeit. Da ich aber diesmal nicht wieder in die Röhre gucken möchte und erst später zur Arbeit muss, nehme ich vor Beginn der Rushhour einen Zug nach Lüneburg. Dort möchte ich zu der mir sehr bekannten Bushaltestelle "Brietlingen, Dorf" fahren. Der 5900er Bus ist nicht als solcher beschriftet, sondern sieht aus wie ein Reisebus. Ich frage ein paar der massenhaft einsteigenden Fahrgäste, ob das der richtige Bus ist. Stellt sich heraus, dass er das ist, und dass die Fahrgäste alle zu einer betreuten Werkstätte in Adendorf zur Arbeit fahren. Ab dort ist der Bus fast leer. Ich schwinge mich auf das Faltrad. Der Weg zu dem Acker - es sind 4km - ist mir sehr gut bekannt. An dem ebenfalls bekannten Verkehrsschild parke ich das Fahrrad mittels Bügelschloss. 

Der ehemalige Roggenacker ist aktuell ein Mais-Stoppelfeld. Hier ist die Ernte schon durch. Ich laufe zu der neuen alten Landestelle und erwarte, schon vor Erreichen derselben über den Fallschirm zu stolpern. Mein Pessimismus steigt, als weit und breit kein fußballgroßer weißer Fleck in der Landschaft erkennbar ist. Erst wenige Meter vor der Prediction sehe ich zwei isolierte Latexballen herumliegen.  Exakt auf der Vorhersage - 4 Meter daneben, liegt die Sonde.




An der Sonde hängt nur ein kurzes Schnurstück, Abroller und Fallschirm sind weg. Hat jemand den Schirm abgeschnitten und den Rest liegen gelassen?

Ich mache ein paar Fotos und erfasse die Position. Zwischen ihr und der Prediction der verlorenen Schleswig-Sonde von 2020  liegen keine 30 Meter. Also zurück zum Rad, um den Bus nach Hause noch zu erwischen - er verkehrt jetzt nur noch alle Stunde.

Zuhause entsorge ich die Latexreste und entdecke, dass in dem kleineren der Ballonhals verborgen ist. In ihm sind schwarze Kunststofftrümmer enthalten -  Reste des Automatenventils. Jetzt ist mir der Hintergrund der Auffindesituation klar. 



Dieses Ventil zu zertrümmern erfordert Kraftaufwand. Der Maisacker ist erst seit gestern ein Stoppelfeld - unmittelbar nach der Landung wurde er geerntet. Dabei wurde das Ventil zertrümmert. Letztes Wochenende hatte ich ja gesehen, wie schnell so etwas geht. Die Sonde lag am Boden und wurde nicht geschreddert und auch nicht von den Reifen überrollt. Wohl aber landeten Schirm und Schnur im Erntegut. Erstaunlich ist, dass bei der Sonde nicht einmal der Sensor zerstört wurde - die Sonde startet fehlerfrei.

In unmittelbarer Umgebung der Doppel-Landestelle hatte ich öfter zu tun. 2.4 km südwestlich hing jahrelang ein Baumlander über dem Ufer des Neetzekanals. Irgendwann riss die Schnur. Die Sonde hatte eine 50:50 Chance. Sie fiel leider in den Kanal und schwamm davon. Und 1.5km nordwestlich hing eine Sonde längere Zeit in sehr hohen Buchen, bis ich sie dann irgendwann einmal lokalisieren und Monate später am Boden auflesen konnte.


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Montag, 2. Oktober 2023

SBZ mit Sondenjägern aus Ost und West

 Am Vorabend des Tages zur Deutschen Einheit bin ich aufgrund des zu erwartenden riesigen Rummels in Hamburg aufs Land nach Schmalenbeck gefahren. Vorher ziehe ich mir noch den Livestream aus Stockholm rein. Nice Price für Physiologie und Medizin. Die Verkündung verzögert werden etwas (weil klingelnde Telefone mitten in der Nacht weggedrückt werden). Katalin und Drew kriegen erwartungsgemäß ihren Preis und man darf weiter an Gerechtigkeit und das Gute glauben.

In Schmalenbeck angekommen, sieht es so aus, als ob mir Norderney 12Z gleich auf den Kopf fällt. Dann stürzt sie aber mit 11m/s ab und geht im Hansdorfer Brook nieder. 

Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
V1030341
Produktionsdatum: 2023-03-08
Frequenz: 404.1 MHz
Timerkill:
keiner
Startstation:
Norderney (WMOID:10113)
Flugdatum:
2.10.2023 12:00Z
Track
wettersonde.net
Maximale Höhe:
33896 m
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit
: 4.94m/s
Landegeschwindigkeit:
11.2m/s
Landestelle: Hammaher Moor
LAT, LON:
53.70858,10.1858, Google Maps
Status:
  Geborgen am 2.10.2023, 12:18UT
Methode: GPS-Decodierung des Sondensignals, RDZsonde

Als sie noch unterwegs ist, setze ich mich ins Auto. Von dem mir bekannten Zugang zum Brook von Hoisbüttel aus ist es zu weit. Ich wende und fahre in Rehhagen-Schäferdresch den "Weg zum Brook" bis zum dortigen Parkplatz. Dort steht bereits ein Auto. Ich schulter meine 15m Stange und wandere Richtung Brook. Gleich zu Beginn überholen mich Radfahrer: Mutter, Kleinkind auf Laufrad nebst Oma und Opa. Letzterer sagt mir auf den Kopf zu, dass ich zum Sondenjagen hier bin! Bernhard kommt aus Lutherstadt Wittenberg, hat eine nette Moxon und peilt klassisch. Auch mein TTGO kriegt ein Signal.

Vom Weg sind es nur 70m bis zur GPS-Position der Sonde, aber die haben es in sich. Gut, dass ich Gummistiefel dabei habe. Das Gelände ist extrem zugewachsen, man kommt kaum voran und kann kaum 15 Meter weit sehen. Wir treffen uns an einem etwas weniger bewachsenen Platz, und von dort aus machen wir uns auf das letzte Stück. Ich lege vorher die Stange und die Sachen ab, weil sie sich ständig im Gestrüpp verhaken. Keine 10 Meter weiter kann ich die Sachen nicht mehr sehen, und ich frage mich, ob ich sie bei Bedarf wiederfinden kann. Mit Bernhard und den anderen kann ich mich nur rufend verständigen, obwohl sie keine 20m entfernt im Gestrüpp stehen müssen. Auch eine dritte Stimme ist zu vernehmen, offenbar ein weiterer Sondenjäger. Irgendwann komme ich auf eine weniger dicht bewachsene Gegend, in der viele amerikanische Springkräuter stehen. Schließlich sehe ich die Sonde auf dem Boden liegen.

Die Kollegen, unter ihnen der vielleicht dreijährige Pauli, haben sich nach einiger Zeit ebenfalls bis zur Landestelle vorgekämpft. Spontane Bergungs-Zusammenrottung (SBZ) mit Teilnehmern aus ganz Deutschland. Wirklich alle Alterstufen sind vertreten und begeistert.

Auch Hans, den ich schon öfter getroffen habe, kommt herbei. Er berichtet, dass er die Schnur gesehen hat.  Ich versuche, eine Stelle mit dichtem Buschwerk zu umwandern.





Die anderen ziehen an der Schnur, so dass ich ihren Verlauf besser verfolgen kann. Und tatsächlich, da ist der Schirm. Pauli - Europas jüngster Sondenjäger - ist begeistert und bekommt Ballon und Fallschirm. Da nun alles geborgen ist, kämpfen wir uns zum Weg zurück. Unterwegs muss ich noch rasch die abgelegten Sachen - Rucksack und Stange - wiederfinden, dann gibt es das obligatorische Gruppenbild.


Bernhard und co radeln davon, Hans muss zu dem selben Parkplatz wie ich. Ihm gehört das andere Auto, was ich auf dem Parkplatz gesehen hatte.

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Samstag, 30. September 2023

Sehr hilfreich bei der Sondenfahndung sind zweckdienliche Hinweise aus der Bevölkerung

 Am Abend des 29.9. denke ich darüber nach, wie eine Samstags-Radtour bei bestem Spätsommerwetter aussehen könnte. 3 Meppener Sonden sind noch nicht geborgen. Da höre ich via Whatapp, dass Dirk und Co. zwei der Sonden zwecks Testung ihrer neuen Monster-Taschenlampe bei Nacht suchen gehen wollen. Und sie sind erfolgreich. Eine Sonde wird geborgen, die andere hoch im Baum lokalisiert. Die einzige noch verbliebene Meppen-Sonde ist bei Bargstedt nahe Harsefeld niedergegangen, sehr nah an Gehöften. Da landet die Norderney-Nachtsonde auf einem Maissilage-Depot nördlich von Himmelpforten.


Leider ist der gesamte öffentliche Schienennahverkehr im Raum Hamburg immer noch disfunktional. Nur selten fahren S-Bahn-Züge Richtung Buxtehude und Stade durch. So bleibt der RE5, der stündlich ab Harburg nach Cuxhaven fährt. Der hält in Himmelpforten, der Heimat des Christkinds. Falls niemand weiß, wo das ist, bitteschön!


 


 

Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
V1030340
Produktionsdatum: 2023-03-08
Frequenz: 404.1 MHz
Timerkill:
keiner
Startstation:
Norderney (WMOID:10113)
Flugdatum:
30.9.2023 00:00Z
Track
wettersonde.net
Maximale Höhe:
31679 m
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit
: 4.93 m/s
Landegeschwindigkeit:
9m/s
Landestelle: Hammaher Moor
LAT, LON:
53.65207,9.34932, Google Maps
Status:
  Geborgen am 30.9.2023, 9:33
Methode: Extrapolation aus wettersonde.net-Daten


Von Himmelpforten sind es knapp 5km bis zur Landestelle nahe der kleinen Ortschaft Hammaher Moor. An derem Nordrand gibt es eine große Scheune. Auf dem Gelände kann ich niemanden fragen, aber zwischen zwei Mais-Silage-Freigärhaufen liegt unverkennbar der Fallschirm. Die Sonde kann von der Folie an der Schnur problemlos heruntergezogen werden. 







Nach der Bergung muss ich kräftiger in die Pedale treten, um die nächste Bahn in Himmelpforten noch zu erreichen. Denn nur eine Station weiter liegt Hechthausen, und da sollte man einen Baumlander kontrollieren, wenn man schon mal in der Gegend ist.


Vom Bahnhof Hechthausen sind es nur wenige Minuten in den Wald. Leider ist schon aus der Distanz erkennbar, dass der Besuch zwar dank Deutschlandticket umsonst, aber auch vergebens ist. Lange aufhalten kann ich mich nicht, wenn ich nicht eine Stunde auf dem Bahnhof Hechthausen verbringen möchte. Also wieder stramm in die Pedale treten. Da kommt auch der Zug nach Hamburg. 

Ergänzung Juli 2025: SONDE GEBORGEN!


In Buxtehude steht auf dem gegenüberliegeden Gleis der Zug nach Bremerhaven. Es ist noch recht früh am Tag. Also wird umgestiegen. Denn der Zug fährt Richtung Bargstedt. Und vom Bahnhof ist nicht weit bis zur gestriegen Meppen-Frühsonde.


Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
V3440223
Produktionsdatum:
2022-08-24
Frequenz:
404.5 MHz
Timerkill:
keiner
Startstation:
Meppen (WMOID:10304)
Flugdatum:
29.9.2023 5:00Z
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit: 5.2 m/s
Maximale Höhe:
25096m
Landegeschwindigkeit:
3.0 m/s
Track  wettersonde
Landestelle: Bargstedt (Jithof) ,
LAT, LON 
53.45031,9.447128 Google Maps
Status:
Geborgen von Pferdeweide-Besitzerin am 29.9.2023. Die Sonde wurde mir überreicht. Der Fallschirm wurde von Unbekannten am Straßenrand 350m von der Landestelle entfernt "entsorgt" und von mir eingesammelt.

Bald stehe ich an einem großen Maisfeld, bei dem die Ernte voll im Gang ist. Ich kette das Rad an ein Verkehrsschild und laufe diagonal über den abgemähten Stoppeln zur Landestelle. Möglicherweise kann man noch verhindern, dass der Elektroschrott in der Silage endet. Denn die Prediction ist genau an der Grenze zwischen einer Pferdeweide und dem Maisfeld. Ich komme aber Minuten zu spät. Trümmer oder Schirmreste sind nicht erkennbar. Man kann nur hoffen, dass die Sonde etwas kürzer geflogen ist.



Auf der Pferdeweide und dem Weg, der beide Koppeln voneinander trennt, liegt allerdings auch nichts. Ich komme mit einem der Mähmaschinenfahrer ins Gespräch. Und der weiß zwei Dinge zu berichten:

1) Die Besitzer der Pferdewiese haben die Sonde geborgen, und zwar direkt am Rand der Wiese Richtung Maisfeld.

2) Und er hat bemerkt, dass an einer Verkehrsbake nahe der Biogasanlage ein merkwürdiger roter Gegenstand mit Schnur am Boden liegt.


Das sind doch mal zweckdienliche Hinweise aus der Bevölkerung! Ich bedanke mich herzlich und gehe erstmal zu besagter Bake. Und tatsächlich liegen da Abroller, ein winziger Ballonrest und die gesamte Schnur herum, volle 350m von der Landestelle entfernt. Ein Hoch auf das scharfe Auge des Drescherfahrers!



Wie finde ich die Besitzer der Pferdeweide? Nur ein Gebäude kommt infrage. Ich mache mich bemerkbar und komme mit dem Hofbesitzer und seiner Frau ins Gespräch. Und sie haben tatsächlich die Sonde gefunden! Sie sind interessiert und wißbegierig. Sie hatten sich via QR-Code auf dem neuen Label bereits informiert.  Und sie lassen mir die Sonde.






Ich denke, jemand hat gestern die über den Weg laufende Schnur gekappt, den Schirm aus dem Mais gezerrt und die Beute mitgenommen. Aufgewickelt hat er die Schnur nicht. Das Herumlaufen mit 50m Schnur ist erfahrungsgemäß nervig, also hat er das Ding an dieser Bake abgelegt. Später hat die Hofbesitzerin auf der Pferdeweide die RS41-Sonde entdeckt und mitgenommen.

Dieses Mal kann ich relativ entspannt zum Bahnhof radeln und den Heimweg antreten. Ab Harburg ist man wieder im Bereich des am Limit betriebenen disfunktionellen ÖPNV. Insgesamt ein netter Sondenjagdtag mit guter Beute



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Freitag, 29. September 2023

Baumschule, höherer Zweig

Normalerweise startet Meppen an jedem Vormittag 3 Radiosonden. Am 29.9.2023 sind es aber vier, offenbar ist ein Nachstart erforderlich. Nur eine schafft es über die Elbe und landet südlich von Pinneberg bei Waldenau-Datum. 

Sondentyp: RS41-SGP
SN:
 
V3410031
Produktionsdatum:
2022-08-21
Frequenz:
405.1 MHz
Timerkill:
keiner
Startstation:
Meppen (WMOID:10304)
Flugdatum:
29.9.2023 8:00Z
Durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit: 5.35 m/s
Maximale Höhe:
24902m
Landegeschwindigkeit:
2.8 m/s
Track  wettersonde
Landestelle: Waldenau-Datum ,
LAT, LON 
53.62489,9.79705 Google Maps
Status:
Landung auf Baumschulgelände. Schirm in Eiche 8-10m hoch. Geborgen am 29.8.2023, 12:12UT, gemeinsam mit Sven (DL1YT).

Methode: GPS der gelandeten Sonde auf wettersonde.net; danke Kurt für die schönen Daten. Sonde sendete noch (TTGO Decodierung).


Die Landestelle ist eine der in dieser Gegend verbreiteten Baumschulen. Die sind oft abgezäunt. Auf Whatsapp entspinnt sich folgender Dialog:


Eigentlich hat diese kurze Diskussion auf Whatapp das Szenario komplett umrissen und man könnte den Bericht an dieser Stelle beenden.

Sven ist einer der wenigen Sondenjäger der Region, mit dem man sich nicht über die Gruppe abstimmen kann, daher sind seine Pläne gerne Objekt der Spekulation. Die Landestelle der Sonde ist allerdings  exakt bekannt. Kurts Antenne in Uetersen hat sie nach der Landung in wettersonde.net eingespeist. Plötzlich verschiebt sich die Position auf der Karte und die Sonde verstummt reichlich früh!


 

Mit miesem Pessimismus setze ich mich in die S-Bahn und fahre nach Thesdorf und dann mit dem Faltrad die 3km zur Landestelle. Die Sonde sendet noch, offenbar ist sie einfach von einem der Bäume gefallen und daher nicht mehr von Kurt zu empfangen. Und wer steht dort am Zaun der Baumschule? Sven! Den erkenne ich wegen total veränderter Frisur erst einmal gar nicht. Er telefoniert gerade mit dem Baumschulinhaber, und der gibt uns das GO und verrät uns, wie wir Gelände auf das Gelände kommen können.

Der Rest ist einfach, denn die Sonde liegt auf dem Boden.




 


 

Sven hat schon vor meinem Eintreffen den Schirm in einer Knickeiche am Straßenrand entdeckt:




Wir überschätzen zunächst die Höhe, aber die Bergung mit meiner 13m-Stange gelingt beim ersten Versuch.



Während ich meine Sachen verpacke, trägt Sven unsere Bergung bei Radiosondy ein. So bleibt noch Zeit für den in so einer Situation obligatorische netten Sondenjäger-Klönsnack.


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